Brücke und Sterntaler

Die beiden Bildelemente des Projektes, die Brückenkonstruktion und das Sterntalermädchen, sind der Gestaltung zweiter Banknoten entnommen.

Auf den Euroscheinen findet man vom 5er bis zum 500er neben Toren und Fenstern auch stilisierte Brückenmotive aus den verschiedenen Jahrhunderten (s. Wikipedia). Die 500-Euro-Note ziert eine moderne Pylonbrücke und weist damit ins 21. Jahrhundert. Unser Projekt will mit einem zeitgemäßen Geldbegriff auch die Brücke schlagen, in die Zukunft einer modernen assoziativen Wirtschaft! 

Das Bild des Sterntaler-Mädchens ist der 1000er-Note der letzten D-Mark-Serie vor Einführung des Euro (s. Wikipedia) entnommen. Der Schein war dem Wirken der Brüder Grimm gewidmet. Neben dem so zum Ausdruck gebrachten Ideal der Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben, taucht dort auch das Ideal der Freiheit, bezogen auf das Geistesleben auf, wie es vor allem in der Sprache eines Volkes zum Ausdruck kommt. 

Hier dienen das Grimmsche Wörterbuch und das Bibliotheksgebäude als Symbole. Das Ideal der Gleichheit wird auf das demokratische Rechtsleben bezogen. Hier ist es eine Versammlung von Froschkönigen, die, nicht auf den ersten Blick erkennbar, den Hintergrund rechts um die Bibliothek herum ausfüllen.

Diese Zuordnung der drei Ideale aus der Zeit der französischen Revolution (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) zu den drei gesellschaftlichen Primärsystemen (Geistesleben, Rechtsleben, Wirtschaftsleben) findet sich ursprünglich in der durch Rudolf Steiner nach dem Ersten Weltkrieg begründeten Bewegung für eine "Dreigliederung des sozialen Organismus". Es ist dies auch der Ideen-Zusammenhang, der in aktualisierter Weise dem vorliegenden Projekt zugrundeliegt.

Und die Ideale findet man auch auf den Euromünzen Frankreichs: Liberté, Égalité, Fraternité. Da die Rückseiten der Münzen unserer gemeinsamen Währung von den Mitgliedsstaaten gestaltet werden, hat die Grande Nation, deren Franc-Münzen auch schon die Begriffs-Trias trug, diese auf den Euro "herübergerettet"!